Heilige Gebete und Andachten

Eine Sammlung von Gnadenschätzen der katholischen Kirche in Text und Bild

Gnadenpfand und Gnadenkind der Unbefleckten

Posted by immaculata - November 16, 2007

Das Gnadenpfand – Die Wundertätige Medaille

The Miraculous Medal

Unter den Gedenkzeichen, deren sich die Verehrer Mariens bedienen, um das Andenken an ihre himmlische Mutter oftmals in sich zu erneuern, ist außer dem Rosenkranz und dem Skapulier keines mehr verbreitet als die Medaille der Unbefleckten Empfängnis Mariens, die wegen ihrer segensreichen Wirkungen gewöhnlich „Wundertätige Medaille“ oder „Wunderbare Medaille“ genannt wird. Veranlassung zu deren Verbreitung gab die Gottesmutter selbst. Sie erschien gegen Ende des Jahres 1830 der Barmherzigen Schwester Katharina Labouré in einem Bilde, wie sie jetzt auf den Medaillen der Unbefleckten dargestellt wird. Von ihren Händen gingen Lichtstrahlen aus, als Sinnbild der Gnaden, die Maria den Menschen vermittelt. Über dem Bilde befand sich im Halbkreis als Inschrift das Gebet: „O Maria, ohne Sünde empfangen, bitte für uns, die wir zu dir unsere Zuflucht nehmen.“ – Das Bild wandte sich um, und auf der andern Seite befand sich ein großes M, der Anfangsbuchstabe des namens Maria, aus dessen Mitte sich ein Kreuz erhob, und unter dem M waren die beiden Herzen Jesu und Mariä, das erstere mit einer Dornenkrone umgeben, das letztere mit einem Schwerte durchbohrt. – Während die Schwester dieses Bild aufmerksam betrachtete, vernahm sie eine Stimme, welche sprach: „Lass nach diesem Muster eine Medaille prägen. Aller Personen, die sie tragen werden, werden große Gnaden erlangen, wenn sie dieselbe am Halse tagen; die Gnaden werden besonders reichlich sein für jene Personen, die sie mit Vertrauen tragen werden.“

Mit wunderbarer Schnelligkeit und mit noch wunderbarerem Erfolg verbreitete sich die Medaille über den ganzen Erdkreis. In Paris allein wurden in den ersten 10 Jahren gegen 40 Millionen verteilt. Wie es der begnadigten Schwester von der Gottesmutter verkündigt wurde, hatte der andächtige Gebrauch der Medaille viele und große Gnadenerweise zur Folge. So erhielt sie mit vollem Recht den Namen „Wundertätige Medaille“. Besonderen Aufschwung nahm ihre Verehrung und Verbreitung, als im Jahre 1894 der Hl. Vater die oben erzählte Offenbarung der Gottesmutter und ihre Medaille durch ein eigenes Fest verherrlichte und dasselbe jährlich am 27. November, dem Jahrestag der Erscheinung, zu feiern gestattete und verschiedene vollkommene und unvollkommene Ablässe für das Tragen der geweihten Medaille verlieh.

Das Gnadenkind – Die heilige Schwester Katharina Labouré

Schwester Katharina Labouré wurde am 2. Mai 1806 in einem kleinen Dorfe in Frankreich geboren. Ihre Eltern waren schlichte Bauersleute, die ihre neuen Kinder zu Gottesfurcht und Arbeitsamkeit erzogen. Katharina erhielt bei der heiligen Taufe, die sie schon am folgenden Tage empfing, auch den Beinamen Zoe, unter dem sie für gewöhnlich gerufen wurde. Mit acht Jahren verlor Zoe ihre fromme Mutter. In kindlicher Einfalt und Liebe erwählte sie nun Maria zu ihrer Mutter und pflegte von da an eine gar innige und zarte Andacht zu Maria. Dies ließ Maria nicht unbelohnt.

Ein erster himmlischer Gunstbeweis war wohl die Berufung zum klösterlichen Leben. Zoe trat zu Beginn des Jahres 1830 in das Postulat (man kann das als Kandidatur oder Vorprobe bezeichnen) der Barmherzigen Schwestern vom heiligen Vinzenz von Paul ein. Am 21. April desselben Jahres kam sie sodann in das Seminar (anderwo nennt man das Noviziat) des Mutterhauses der Barmherzigen Schwestern in Paris.

Dort wurden ihr neuerdings besondere Gunstbeweise des Himmels zuteil.

In der Festoktav der Reliquienübertragung des heiligen Vinzenz sah sie mehrmals das Herz des heiligen Vinzenz; fast während ihrer ganzen Seminarzeit erfreute sie sich der Erscheinung des Heilandes im heiligsten Sakrament. Die bedeutendsten aber waren die Erscheinungen der seligsten Jungfrau, deren erste sie in der Nacht vom 18. auf den 19. Juli des Jahres 1830 hatte und wo sie in ganz vertraulicher Weise zu den Füßen der seligsten Jungfrau kniend, deren mütterlichen Weisungen lauschte; – die zweite fand statt am 27. November desselben Jahres, von der wir schon oben gelesen haben; – die dritte war im laufe des Dezember, die in ihrem Wesen der vom 27. November gleich ist.

Der Schwester lag die Ausführung der von der seligsten Jungfrau ihr aufgetragenen Aufgabe gar sehr am Herzen, sie konnte aber nur langsam ihren Beichtvater dazu bringen, die Sache ernstlich zu betreiben und den Auftrag der Gottesmutter zu verwirklichen.

Kaum waren aber die ersten Medaillen geprägt und verteilt, als sich auch ihr himmlischer Ursprung erkennen ließ durch die wunderbaren Erfolge, die mit dem Tragen der Medaille verbunden waren. Kein Wunder, dass man allenthalben nach der Medaille verlangte und sie die „Wundertätige“ nannte.

Seitdem hat die Medaille ihren Siegeslauf durch die Welt fortgesetzt; unzählige Gnadenerweise der seligsten Jungfrau sind durch sie den Menschen zuteil geworden.

Schwester Katharina lebte in stiller Zurückgezogenheit, ganz hingegeben den Werken der Liebe, wie sie der Beruf einer Barmherzigen Schwester fordert. Sie starb – wie sie es vorausgesagt – am 31. Dezember 1876. Papst Pius XII. sprach sie am 27. Juli 1947 heilig.

Muss uns das nicht mit Vertrauen und Liebe zur Unefleckten erfüllen und uns antreiben ihr Huldgeschenk selber gerne zu tragen und eifrigst zu verbreiten, um der verheißenen Segnungen teilhaft zu werden und sie auch andern zu verschaffen?!

 

Siehe auch den ausführlichen Bericht: „Die Wundertätige Medaille„, sowie den über Katharina Labouré

Geweihte Medaillen können Sie beziehen bei der Vereinigung der Wunderbaren Medaille

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