Heilige Gebete und Andachten

Eine Sammlung von Gnadenschätzen der katholischen Kirche in Text und Bild

Archiv für die Kategorie ‘Maria’

Kurze Gebete für jeden Tag der Woche, um an den sieben Freuden und sieben Schmerzen Mariens teilzunehmen

Verfasst von immaculata am Juni 27, 2009

Gnadenbild Maria HilfSONNTAG

DIE FREUDE MARIENS

O Maria, durch die große Freude, die dein Herz empfand, als die heilige Dreifaltigkeit durch die Botschaft des Engels dich zur Mutter des ewigen Gottessohnes erwählte, bitte ich dich, du wollest mich dieser seligen Botschaft teilhaft machen und das ewige Heil in Christus erwerben lassen.

DER SCHMERZ MARIENS

Heilige Mutter Maria, dir wurden mitten in deinen Mutterfreuden durch den Mund Simeons die künftigen Leiden vorhergesagt. Von da an hast du das Schwert der Schmerzen in deiner Seele empfunden, hast im Geist das schmerzliche Opfer gebracht und dich gehorsam und willig dem Ratschluss der göttlichen Leitung unterworfen. So ist diese Weissagung für dich die Quelle vieler Leiden, aber auch großer Verdienste geworden. Darum erwirb mir die Gnade, in allen Prüfungen meinen Willen vollkommen mit dem heiligen Willen Gottes zu vereinen.

MONTAG

DIE FREUDE MARIENS

O Maria, durch den überschwänglichen Trost, mit dem dein Herz erfüllt ward, da du deinen Sohn geboren und mütterlich liebkost hast, bitte ich dich, du wollest mir die Gnade erwerben, dass auch ich Jesus, meinen Heiland, liebe und mit ihm ewig verbunden sei.

DER SCHMERZ MARIENS

Heilige Mutter Maria, zu den Entbehrungen im Stall von Bethlehem, die deine mütterliche Liebe trug, kamen die Gefahren und Beschwerden der eiligen Flucht in fremdes Land. Du aber, Maria, bist in Glauben und Gehorsam den Weg gewandelt, den Gott dich führen wollte. Du hast dich mit kindlichem Vertrauen seiner Führung überlassen und bist so die Mutter der heiligen Hoffnung geworden. Möge auch ich durch deine Fürsprache die Gnade erlangen, im Leiden voll Glauben zu Gott aufzuschauen und in Gehorsam und Vertrauen auszuharren, bis ich getröstet werde.

DIENSTAG

DIE FREUDE MARIENS

O Maria, durch die innige Freude, die dir widerfuhr, da die drei Weisen aus dem Morgenlande dein Kind mit Geschenken ehrten, bitte ich dich, du wollest mir die Gnade erwerben, dass ich Jesus, deinem Sohne, mich selbst vollkommen hingebe und in Glaube, Hoffnung und Liebe beständig sei.

DER SCHMERZ MARIENS

Heilige Mutter Maria, von allen Sorgen eines Mutterherzens ist dir nur eine erspart geblieben: die von den Fehlern der Kinder herrührt. Auch als Mutter des göttlichen Sohnes hast du durch Tage hin um ihn lastende Sorge ausstehen müssen. In innigem Mitgefühl mit dem Kummer deines liebreichen Herzens und um der Verdienste willen, die du dabei erworben hast, bitte ich dich um deine Fürsprache, dass wir nach deinem Vorbild, die Eltern gegen die Kinder, Vorgesetzte gegen die Untergebenen, unsere Pflichten mit aller Treue erfüllen mögen.

MITTWOCH

DIE FREUDE MARIENS

O Maria, durch die Freude, die du empfunden hast, als dein verlorener zwölfjähriger Sohn im Tempel unter den Schriftgelehrten wiedergefunden ward, bitte ich dich, du wollest mir helfen, dass ich meinen lieben Jesus, den ich durch meine Sünden verloren habe, durch wahre Buße mit Freuden wiederfinden und behalten möge.

DER SCHMERZ MARIENS

Heilige Mutter des Erlösers, welcher Schmerz war es für dich, den Sohn auf seinem Leidensweg zu sehen inmitten der rohen Menge und fast erliegend unter der Last des Kreuzes! Und um so bitterer euer Schmerz, je größer die Liebe. Heilige Mutter, um der Bitterkeit deines Schmerzes willen erflehe mir die Gnade, in Kreuz und Leiden mich mit jener Gesinnung Gott anheimzugeben, mit der dein Sohn das schwere Kreuz getragen hat und mit der du selbst mit seinem Leiden dich vereinigt hast.

DONNERSTAG

DER SCHMERZ MARIENS

Die Qualen des Kreuzestods Jesu sind der teure Preis, um den wir erlöst wurden. Mit unnennbaren Schmerzen hat er sich eingegraben in dein mütterliches Herz, Maria. In dieser Stunde bist du die schmerzhafte Mutter, die Königin der Martyrer, eine Martyrin der Liebe geworden um deines Kindes willen und für uns sündige Menschen. Wie groß war dein bitteres Leiden! Um deiner gemarterten Liebe willen erflehe mir eine innige Liebe zum Erlöser, deinem göttlichen Sohn, auf dass ich dankbar seines Leidens gedenke, meine Sünden tief bereue und in der Gemeinschaft seiner Gnade leben und sterben möge.

DIE FREUDE MARIENS

O Maria, durch den unaussprechlichen Jubel, der dein Herz erfüllte, da dein Sohn nach seiner Auferstehung  dir am Ostertag erschien, bitte ich dich, du wollest mir bei deinem lieben Sohn eine fröhliche Auferstehung erwirken.

FREITAG

DER SCHMERZ MARIENS

Heilige Mutter Maria, was für ein Schmerz für dich, den toten, gemarterten Sohn auf deinem Schoße zu empfangen! Groß wie das Meer war die Bitterkeit deines Schmerzes, sie erregt das Mitleid.

Du kennst die Not des menschlichen Herzens. So sei mir denn eine gute Mutter in der Stunde, da alle Lebenskraft und Freude schwinden und in die Angst des Todes enden wird: sei dann meine Trösterin und bitte für mich, dass ich der Erlösung teilhaft werde in der ewigen Auferstehung. Steh mir bei im letzten Streit, Mutter der Barmherzigkeit!

DIE FREUDE MARIENS

O Maria, durch die herzliche Fröhlichkeit, mit der du deinen lieben Sohn glorreich zum Himmel hast auffahren sehen, bitte ich dich, du wollest mir Flügel der Sehnsucht geben, dass ich mich von der Welt löse und mit Jesus allzeit dem Himmel zu strebe, wo ich allein mein Genügen haben kann.

SAMSTAG

DER SCHMERZ MARIENS

Heilige Mutter Maria, du hast deinem lieben Sohn noch die letzte Liebe erwiesen und ihn zum Grab geleitet. Dich tröstete das Wort, das er gesagt von seinem Wiederkommen. Erbitte mir, du starke Frau, die Kraft des Glaubens, dass ich im Leid um einen lieben Verstorbenen nicht ohne Hoffnung  sei, sondern an die ewige Heimat denke, der wir als Christen durch des Erlösers, deines Sohnes, Liebe entgegengehen dürfen. Bitte für uns, Mutter der Liebe und Königin des Himmels, dass er uns alle vereine im Reich des Vaters.

DIE FREUDE MARIENS

O Maria, durch die unaussprechliche Wonne, mit der dein Herz am Pfingsttag vom Heiligen Geist erfüllt und mit Gaben beschenkt ward, bitte ich dich, du wollest durch deine Fürsprache meinem Herzen die Fülle des Geistes erflehen, dass ich, von Gottesliebe durchdrungen, immer näher komme der ewigen Liebe.

Ars sacra 12455

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Gebet zur seligen Jungfrau Maria, der Mutter der göttlichen Vorsehung

Verfasst von immaculata am März 14, 2008

Mother of Divine ProvidenceMakellose Jungfrau Maria, du Mutter der göttlichen Vorsehung, schütze in Deiner übergroßen Güte meine Seele! Lenke mein Leben und leite es auf dem Weg der Tugend in Gehorsam gegen den göttlichen Willen! Erwirke mir Vergebung meiner Sünden, sei meine Zuflucht, mein Schutz und mein Schirm und meine Führerin auf der Pilgerfahrt dieses Lebens! Tröste mich in der Trübsal, leite mich in Gefahren, leihe mir sicheren Schutz in den Stürmen und Widerwärtigkeiten!
Maria, erbitte mir die Gnade, dass mein Herz umgestaltet und eine würdige Wohnung Deines göttlichen Sohnes Jesus wird! Halte von mir schwachem und armseligem Geschöpf alle Sünde, Nachlässigkeit, Lauheit, Verzagtheit und Menschenfurcht fern!
Du liebevolle Mutter der göttlichen Vorsehung, richte Deine Mutteraugen auf mich, und, wenn ich aus Schwachheit oder Bosheit den Unwillen des ewigen Richters errege und das heilige Herz meines liebenswürdigen Jesus beleidige, dann decke mich unter Deinem Schutzmantel und ich werde gerettet sein.
Du bist eine gütige Mutter, die Jungfrau der Vergebung. Du bist meine Hoffnung auf Erden, und einst sollst Du für mich die Mutter der Herrlichkeit werden im Himmel. Amen.
Gegrüßt seist du, Maria
(dreimal).

500 Tage Ablass. (Ablasskongr. 27. Februar 1886; Pönit. 12. Februar 1933 und 10. Juni 1949)

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Gnadenpfand und Gnadenkind der Unbefleckten

Verfasst von immaculata am November 16, 2007

Das Gnadenpfand – Die Wundertätige Medaille

The Miraculous Medal

Unter den Gedenkzeichen, deren sich die Verehrer Mariens bedienen, um das Andenken an ihre himmlische Mutter oftmals in sich zu erneuern, ist außer dem Rosenkranz und dem Skapulier keines mehr verbreitet als die Medaille der Unbefleckten Empfängnis Mariens, die wegen ihrer segensreichen Wirkungen gewöhnlich „Wundertätige Medaille“ oder „Wunderbare Medaille“ genannt wird. Veranlassung zu deren Verbreitung gab die Gottesmutter selbst. Sie erschien gegen Ende des Jahres 1830 der Barmherzigen Schwester Katharina Labouré in einem Bilde, wie sie jetzt auf den Medaillen der Unbefleckten dargestellt wird. Von ihren Händen gingen Lichtstrahlen aus, als Sinnbild der Gnaden, die Maria den Menschen vermittelt. Über dem Bilde befand sich im Halbkreis als Inschrift das Gebet: „O Maria, ohne Sünde empfangen, bitte für uns, die wir zu dir unsere Zuflucht nehmen.“ – Das Bild wandte sich um, und auf der andern Seite befand sich ein großes M, der Anfangsbuchstabe des namens Maria, aus dessen Mitte sich ein Kreuz erhob, und unter dem M waren die beiden Herzen Jesu und Mariä, das erstere mit einer Dornenkrone umgeben, das letztere mit einem Schwerte durchbohrt. – Während die Schwester dieses Bild aufmerksam betrachtete, vernahm sie eine Stimme, welche sprach: „Lass nach diesem Muster eine Medaille prägen. Aller Personen, die sie tragen werden, werden große Gnaden erlangen, wenn sie dieselbe am Halse tagen; die Gnaden werden besonders reichlich sein für jene Personen, die sie mit Vertrauen tragen werden.“

Mit wunderbarer Schnelligkeit und mit noch wunderbarerem Erfolg verbreitete sich die Medaille über den ganzen Erdkreis. In Paris allein wurden in den ersten 10 Jahren gegen 40 Millionen verteilt. Wie es der begnadigten Schwester von der Gottesmutter verkündigt wurde, hatte der andächtige Gebrauch der Medaille viele und große Gnadenerweise zur Folge. So erhielt sie mit vollem Recht den Namen „Wundertätige Medaille“. Besonderen Aufschwung nahm ihre Verehrung und Verbreitung, als im Jahre 1894 der Hl. Vater die oben erzählte Offenbarung der Gottesmutter und ihre Medaille durch ein eigenes Fest verherrlichte und dasselbe jährlich am 27. November, dem Jahrestag der Erscheinung, zu feiern gestattete und verschiedene vollkommene und unvollkommene Ablässe für das Tragen der geweihten Medaille verlieh.

Das Gnadenkind – Die heilige Schwester Katharina Labouré

Schwester Katharina Labouré wurde am 2. Mai 1806 in einem kleinen Dorfe in Frankreich geboren. Ihre Eltern waren schlichte Bauersleute, die ihre neuen Kinder zu Gottesfurcht und Arbeitsamkeit erzogen. Katharina erhielt bei der heiligen Taufe, die sie schon am folgenden Tage empfing, auch den Beinamen Zoe, unter dem sie für gewöhnlich gerufen wurde. Mit acht Jahren verlor Zoe ihre fromme Mutter. In kindlicher Einfalt und Liebe erwählte sie nun Maria zu ihrer Mutter und pflegte von da an eine gar innige und zarte Andacht zu Maria. Dies ließ Maria nicht unbelohnt.

Ein erster himmlischer Gunstbeweis war wohl die Berufung zum klösterlichen Leben. Zoe trat zu Beginn des Jahres 1830 in das Postulat (man kann das als Kandidatur oder Vorprobe bezeichnen) der Barmherzigen Schwestern vom heiligen Vinzenz von Paul ein. Am 21. April desselben Jahres kam sie sodann in das Seminar (anderwo nennt man das Noviziat) des Mutterhauses der Barmherzigen Schwestern in Paris.

Dort wurden ihr neuerdings besondere Gunstbeweise des Himmels zuteil.

In der Festoktav der Reliquienübertragung des heiligen Vinzenz sah sie mehrmals das Herz des heiligen Vinzenz; fast während ihrer ganzen Seminarzeit erfreute sie sich der Erscheinung des Heilandes im heiligsten Sakrament. Die bedeutendsten aber waren die Erscheinungen der seligsten Jungfrau, deren erste sie in der Nacht vom 18. auf den 19. Juli des Jahres 1830 hatte und wo sie in ganz vertraulicher Weise zu den Füßen der seligsten Jungfrau kniend, deren mütterlichen Weisungen lauschte; – die zweite fand statt am 27. November desselben Jahres, von der wir schon oben gelesen haben; – die dritte war im laufe des Dezember, die in ihrem Wesen der vom 27. November gleich ist.

Der Schwester lag die Ausführung der von der seligsten Jungfrau ihr aufgetragenen Aufgabe gar sehr am Herzen, sie konnte aber nur langsam ihren Beichtvater dazu bringen, die Sache ernstlich zu betreiben und den Auftrag der Gottesmutter zu verwirklichen.

Kaum waren aber die ersten Medaillen geprägt und verteilt, als sich auch ihr himmlischer Ursprung erkennen ließ durch die wunderbaren Erfolge, die mit dem Tragen der Medaille verbunden waren. Kein Wunder, dass man allenthalben nach der Medaille verlangte und sie die „Wundertätige“ nannte.

Seitdem hat die Medaille ihren Siegeslauf durch die Welt fortgesetzt; unzählige Gnadenerweise der seligsten Jungfrau sind durch sie den Menschen zuteil geworden.

Schwester Katharina lebte in stiller Zurückgezogenheit, ganz hingegeben den Werken der Liebe, wie sie der Beruf einer Barmherzigen Schwester fordert. Sie starb – wie sie es vorausgesagt – am 31. Dezember 1876. Papst Pius XII. sprach sie am 27. Juli 1947 heilig.

Muss uns das nicht mit Vertrauen und Liebe zur Unefleckten erfüllen und uns antreiben ihr Huldgeschenk selber gerne zu tragen und eifrigst zu verbreiten, um der verheißenen Segnungen teilhaft zu werden und sie auch andern zu verschaffen?!

 

Siehe auch den ausführlichen Bericht: „Die Wundertätige Medaille„, sowie den über Katharina Labouré

Geweihte Medaillen können Sie beziehen bei der Vereinigung der Wunderbaren Medaille

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